Donnerstag, 17. November 2011

Lust

Sie gehen voran, deine Frau und mein Mann. Du lachst mich immer so strahlend an, wenn ich hochschaue.
Und wenn sich dann unsere Blicke nicht mehr voneinander lösen können, muss einfach mein Mund auf deinen treffen. Es geht nicht anders!
Jetzt sind Aurelie und Felix schon wieder so weit vorne, dabei haben sie ein gemütliches Tempo. Sie halten sich an der Hand und Aurelie erzählt. Felix nickt, dann erzählt er, sie lachen.
Und du schaust mich an. Komm, sage ich und wir stürmen weiter. Unter uns rascheln die Blätter und über uns strahlt die Sonne am blauen Himmel.
Dann stiehlt sich deine Hand an meinen unteren Rücken und wandert an die rückwärtige  Rundung .
Ich wende den Kopf und mein Atem geht schneller, deine blauen Blicke scheinen meine braunen zu berühren. Da liegen deine Lippen schon wieder auf meinen  und wir genießen scheinbar unendlich lang das Spiel unserer Zungen.
Aurelie und Felix sind schon wieder so weit weg. Sie gehen nicht schnell, sondern gemütlich und gleichmäßig. Wenn sie sich küssen ist es ein leichter, prickelnder Kuss und kein Aufeinanderprallen zweier Planeten.
Diesmal treibst du an und sagst, dass wir ja nachher noch Zeit haben. Ich halte meinen Blick auf Felix und Aurelies entschwindende Gestalten und wir gehen schnell  möglichst weiter.
Ich will jetzt nicht schon wieder zu dir schauen, statt dessen bewundere ich das prachtvoll bunte Laub an den Bäumen und den blauen Himmel dazwischen.
Da schlingt sich dein Arm um mich und du flüsterst: „Wenn ich jetzt könnte, würde ich dich am liebsten hier an Ort und Stelle vernaschen“.

1 Kommentar:

  1. blicke, berührungen und dadurch das entstehen unerschöpflicher energiequellen, die sich dann im rechten augenblick entladen. gibt es was schöneres?

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